Gastblog Martin: Damit habe ich nicht gerechnet...

...dass ich so viel bekomme.

„WG für Erwachsene“ – davon wurde mir vor einem Jahr bei einer Dinnerparty erzählt – ich suchte gerade eine Wohnmöglichkeit und war von den vielen Besichtigungen und versteckten Kosten mürbe: „Da kommt noch die Heizung dazu“, „Das Internet ist extra“, „wenn Du eine Waschmaschine haben willst, musst Du Dir eine kaufen“ – genauso Trockner usw…. plötzlich kostet eine Kleinwohnung ein ganzes Vermögen. Neben der Kostenwahrheit war es die Flexibilität – wenn’s nicht passt, bin ich in drei Monaten wieder wo anders – wo ich in einem Jahr sein werde, konnte ich noch nicht wissen.

Jetzt ist es ein Jahr, ich habe die unterschiedlichsten Menschen kennen und schätzen gelernt - genauso wie verschiedene Sichtweisen auf das Leben – mit etwas „Open Mind“ ist das ein schönes Erlebnis. Ich habe neben den „Hard Facts“ wie komplettem Angebot auch viel „Soft Facts“ erlebt – nach einer anstrengenden Reise in eine lebendige Wohnung zu kommen; Erfahrungen zu teilen und das schöne Gefühl anderen – und sei es nur mit Kleinigkeiten – helfen zu können. Schön mit diesen Gedanken nicht allein zu sein – noch schöner diese zu teilen.

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Neues Jahr - ein guter Anlass

Es gibt Momente, in denen ich über alle meine Möglichkeiten nachdenke. Anlass mag ein runder Geburtstag, ein unerwartetes Job-Offert oder auch Neujahr sein. Passt meine berufliche, Lebens- und Wohn-Situation oder schreit etwas nach Veränderung? Vor gar nicht langer Zeit hatte ich nach vielen Jahren des Allein-Wohnens den Wunsch nicht mehr allein zu leben. WGs sind bis dahin nicht für mich in Frage gekommen, weil sie üblicher Weise für Studenten gemacht sind. So hatte ich die Idee, eine neue WG-Form zu gründen – für interessante Menschen. Lotte-Living hat mein Leben total verändert. Zusammenleben, Zusammen-Erleben – bereichert mein Leben und auch das meiner Mitbewohner. Lotte-Living ist die neue Form des Wohnens: eine Chance auf Inspiration und die Veränderung! 

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All inclusive

Ich weiß es gar nicht mehr genau, aber ich glaube, ich bin über 30 Mal umgezogen: in ein fremdes Land, in eine neue Stadt, in ein anderes Haus, in ein neues Apartment...mit der Suche nach der passenden Wohnung und dem Unterzeichnen des Mietvertrags ist es ja bei Weitem nicht getan. Da fängt „der Spaß“ erst richtig an. Diese vielen Aktivitäten sind nicht nur zeit- und oftmals nervenraubend, sondern auch richtig teuer. Bis man alles beisammen hat, braucht’s einige Wochen. Strom anmelden, Gas anmelden, auf die Fernwärme warten, die Telekom für den W-LAN-Anschluss anrufen, Termin mit dem Techniker ausmachen, Jahresvertrag unterzeichnen, Angebote für eine passende Haushaltsversicherung einholen, die Waschmaschine kaufen, auf den Liefertermin warten, in der Zwischenzeit die Kleidung in die Wäscherei bringen… Die To-Do-Liste scheint unendlich, ebenso wie die Rechnungen, die sich stapeln...Ganz anders läuft das in der Lotte-WG. Waschmaschine, Wäschetrockner, Geschirrspüler, Kaffeemaschine stehen bereit, Heizung, Warmwasser, Strom, W-LAN...alles ist da – und zwar ab dem 1. Tag. Und es gibt keine Extrakosten und langfristigen Verträge aus denen man nicht heraus kommt. Lotte-Living ist all inclusive...der Robinson-Club unter den WGs, wenn man so möchte.

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Der 24. Dezember und das Alleinsein

An keinem anderen Tag im Jahr wird man öfter mit der Frage konfrontiert, ob man allein ist. Man könnte meinen, dass das Alleinsein am Weihnachtsabend ein Stigma in unserer Gesellschaft darstellt. Ich habe den 24. Dezember an den unterschiedlichsten Plätzen mit den unterschiedlichsten Menschen verbracht. Manchmal mit Family, Christbaum und viel zu viel Essen, in Japan im Dojo, in Rom bei meinen italienischen Freunden und Kollegen auf einer Party oder zu Hause mit einer Tasse Tee und einem guten Buch. Was ich am Abend des 24. Dezember mache, hat für mich nicht DIE Bedeutung. Ob ich am 24. Dezember allein bin, oder nicht, ist nicht die Frage. Denn am 24. Dezember Alleinsein ist nicht gleichbedeutend mit der Frage, ob man am 24. Dezember einsam ist. Das ist eine ganz andere Frage. Ich kann am 24. Dezember allein sein, weil ich nicht einsam bin – und zwar zwischen dem 25. Dezember und dem 23. Dezember. Einen wundervollen Beitrag zu diesem Umstand leistet die Lotte-WG. Ich lebe nun schon ein halbes Jahr in bester Gesellschaft, mit interessanten und interessierten Menschen, die jeden Tag mein Leben bereichern.

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Zu alt für eine WG? Nicht für diese!

„WGs sind doch was für junge Leute, für Studenten...“ Seit ich mein Projekt „Lotte-Living“ gestartet habe, bekomme ich viele verschiedene Reaktionen von den unterschiedlichsten Menschen dazu: Erstaunen gehört dazu, großes Interesse – aber wie kann es anders sein – auch Skepsis. Die meist gestellte Frage ist: Eine WG für die 30+Generation - da ist man doch schon viel zu alt, zu selbstbestimmt, vielleicht gar ein bisschen zu schrullig. Ja, wir haben bestimmt unsere Gewohnheiten, manche mögen Eigenheiten dazu sagen. Aber das ist kein Grund, nicht in eine Lotte-WG zu ziehen. Ganz im Gegenteil, denn wir wollen gerade große, echte Persönlichkeiten ansprechen. Ich habe selbst fast mein ganzes Leben allein gelebt – und das mit viel Überzeugung und Enthusiasmus. Mir fehlt, seitdem ich in einer Lotte-WG wohne, nichts an dieser Selbstbestimmtheit, an meiner Freiheit. Ganz im Gegenteil, ich kann meine Freiheit sehr gut ausleben und erkenne wie bereichernd es ist mit unterschiedlichen Menschen zusammen zu leben, ihre Eigenheiten kennen zu lernen, sie kennen zu lernen. In der Lotte-WG funktioniert das, für selbstbestimmte Menschen wie mich sehr gut. Weil wir unseren Mitbewohnern mit Respekt und Interesse begegnen. Wir wollen uns gegenseitig nicht ändern. Wir wollen miteinander leben. Und miteinander etwas erleben. Daher ist es bereichernd und nicht beengend.

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Nicht "entweder oder" sondern "sowohl als auch"

Nach Hause kommen, rein in den Jogging-Anzug, ab auf die Couch, einen Chai-Tee machen und einfach die Ruhe genießen. Oder doch: nach Hause kommen, muntere Stimmen in der Küche hören...ich glaube, es gibt einen Grund bei einem erlesenen Glas französischen Rotwein und einer Käseplatte zu feiern. Da bin ich mal gespannt!  Jeder hat ENTWEDER das eine ODER das andere. Ich habe das eine UND das andere. Darum liebe ich es, in einer WG zu wohnen. An dem einen Tag ist es lebendig, ich höre viele verschiedene Geschichten aus dem Alltag meiner Mitbewohner, die Sorgen mit den erwachsenen Kindern, die wichtige Präsentation im Job... Am nächsten Tag sind meine Mitbewohner ausgeflogen, die Eine bei einem Abendtermin in der Galerie, der Andere auf einem Business-Trip in Bukarest. Beide kommen sicher mit spannenden Geschichten zurück. Ich freue mich schon darauf, sie zu hören, aber heute, heute gehört der Abend nur mir. In einer WG ist alles möglich. Und zwar – fast – gleichzeitig. Die Gesellschaft und die Privatsphäre, die Inspiration und die persönliche Freiheit. Ich wusste bislang nicht, dass WGs etwas für Individualisten sind. 

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Brauchen wir eigentlich Regeln?

Vor fast zwei Jahren, in einer tollen Villa in Western Australia hatte ich die Idee für Lotte-Living, für Co-Living – Zusammenleben von unterschiedlichen Menschen. Eine WG? Ja und Nein. Natürlich ist Co-Living eine Art von WG – aber auch wieder nicht: Wir sind nicht mehr 20 und Studenten, die gemeinsam leben, weil das Studentenbudget nicht mehr erlaubt. Co-Living ist für Menschen über 30, in verschiedenen Lebenssituationen, die aus unterschiedlichen Gründen lieber zusammenleben. Als ich über meine Pläne nachdachte, wurde mir klar, ein Regelbuch, ein Codex, ein Manual müsse her, damit ein Zusammenleben von staken Persönlichkeiten funktionieren kann. Ich nahm mein iPad zur Hand und begann Regeln aufzuschreiben. Bald stoppte ich, denn ich überlegte: Kein reifer Mensch will Regeln lernen und sich sagen lassen, was er zu tun hat. Er steht im Leben und versteht das Leben... genau deswegen will er Co-Living. Nur: Wie soll das sonst funktionieren? Ich habe die vielen Regeln einfach gelöscht und in einer einzigen Regel zusammengefasst: Respect & Good Manners. Lotte-Living soll nur Leute ansprechen, für die dies selbstverständlich ist. Und daher gibt es nur diesen wichtigen Grundsatz, der alles regelt und das Zusammenleben perfekt ermöglicht. Genau deswegen funktioniert es so gut!

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Philipp Simader
Charlotte’s Living Room

Living heißt gleichzeitig Leben und Wohnen. Der Living Room ist mein Wohnzimmer und mein Lebensraum. Ich lebe seit fast einem Jahr wieder in meiner alten neuen Heimat Wien. Und ich lebe zum ersten Mal in meinem Leben in einer WG – und ich bin keine 25 mehr. Dabei entdecke ich Living ganz neu: Co-Living – mit interessanten und interessierten Menschen. Mein Blog erzählt vom Leben in Wien, vom Leben in einer WG, vom Leben. 

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Philipp Simader